Dave Arneson † 7.April 2009
Dave Arneson gehört neben dem kürzlich verstorbenem Gary Gygax zum Urgestein des D&D-Rollenspiels.
Unter anderem wurde Ihm die erste vollentwickelte Spielewelt zugeschrieben. Die Blackmoor genannte Welt entwickelte er um ca. 1970, veröffentlichte diese aber erst wesentlich später (1986) bei TSR. Übrigens sein zweites Intermezzo mit TSR, nachdem er 1979 die Firma auf Tantiemen und Namensnennung als Co-Author von D&D, bzw. AD&D verklagt hatte.
Davon abgesehen hat Dave Arnerson aber auch für andere Rollenspielsystem veröffentlich, so z.B. für ShadowRun das Abenteuer DNA/DOA.
Seit den 80er Jahren unterrichtete Dave al Professor für Computerspiele-Design an der Full Sail Universität. Spezialgebiet “Rules of the Game” (Spielbalancing)
Dave Arneson starb im Alter von 61 Jahren am 7. April 2009 in St. Paul Minnesota. Seine Tochter veröffentlichte dazu:
“The biggest thing about my dad’s world is he wanted people to have fun in life. . . . I think we get distracted by the everyday things you have to do in life and we forget to enjoy life and have fun”
Auch andere Websites wie Dork Tower und Order of the Stick ehren den großen Spielauthoren mit eigenen Strips!
Ausblick auf DSA 5 – W20 am Ende
Die DSA-Gemeinde teilt sich in zwei Lager auf: Die einen finden DSA 4.0/1 modern, durchdacht, insgesamt prima und die anderen finden es zu unübersichtlich, kompliziert, kurz gesagt sch#/@. In den Internetforen werden schon fleissig Gerüchte über die neue Version des Grundregelwerks verbreitet. Äußerungen von der DSA-Redaktion sind nicht vorhanden – bisher…
Ich hatte das Vergnügen mit A. Weste, den viele von Euch sicher kennen werden, über die geplante Neufassung des DSA-Grundregelwerks zu sprechen und konnte einige Informationen erhaschen.
Schon länger diskutiert die Redaktion darüber, ob der W20 noch ein geeigneter Würfel für ein modernes Rollenspielsystem ist. Viele Proben können nur schlecht mit einem 5%-Stufen-System abgebildet werden. Die Talent- und Zauberproben werden umständlich auf drei Würfe verteilt und sind dadurch lästig.
In DSA 5 plane man mit der Umstellung auf ein W100 System. Sämtliche Eigenschafts, Talent- und Zauberproben werden dann mit einem einzigen W100-Wurf abgebildet.
Des Weiteren werden die Lebensenergie und Astralenergie vereinigt. Sobald man einen Zauber spricht verliert man entsprechend Energie. Ziel der Umstellung sei es die Regeln deutlich zu vereinfachen, um ein breiteres Publikum anzusprechen. Der Nachwuchs bleibt aus oder (wie die Pisa-Studie gezeigt hat) wird immer dümmer – also müssen einfachere Regeln her.
Damit der Rollenspieler noch weniger Texte lesen muss, werde es eine Neuauflage der DSA-Box Lanze, Helm und Federkiel geben. Zusätzlich wird es Booster für Archetypen geben. Hier werden typische Gegenstände für den jeweiligen Archetypen geben.
Es liegt natürlich auf der Hand, dass eine Heldenerschaffung nicht mehr notwendig ist – die Booster enthalten alle Eigenschaften, Talente und Zauber. Die Individualität entsteht also durch die zufallige Verteilung der Gegenstände und Werte im jeweiligen Booster.
Was haltet Ihr von diesem Ansatz?


