Der Fluch des Sultans – Vom Dungeoncrawling und den Nachteilen
Dungeoncrawling und Nachteile, hä? – nein es geht hier nicht um die Defizite von Dungeonabenteuern es handelt sich eher um einen Erfahrungsbericht zum Abenteuer Der Fluch des Sultans von Dominic Hladek aus der Anthologie Grabräuber am Mhanadi. Unsere Gruppe brauchte ein wenig Abwechslung zur “Jahr des Feuers”-Kampagne und ich wollte schon seit dem Erscheinen der Spielhilfe Katakomben und Kavernen mal wieder ein Dungeonabenteuer spielen/leiten, daher habe ich mich für dieses Abenteuer entschieden.
In meiner Zeitplanung war es vorgesehen, dass die Helden dem Fluch des Sultans innerhalb von einer Session auf den Grund gehen sollten, jedoch hat das nicht so ganz geklappt hat. Aus dem OneShot wurde also ein TwoShot. Grundsätzlich lässt sich das Abenteuer natürlich schon innerhalb von einer Session bewerkstelligen, dafür bedarf es aber wenig Abschweifungen und etwas mehr Zeit als 3 Stunden. Die Vorbereitungszeit für das Abenteuer hält sich in Grenzen, es gibt wenig Protagonisten und die Handlung ist überschaubar, aber nicht weniger spannend. Ich werde an dieser Stelle nicht weiter auf die Handlung eingehen, da ich niemanden spoilern möchte. Vielmehr habe ich bei diesem Abenteuer meinen Fokus auf die Protagonisten gelegt, was meiner Meinung nach ganz gut geklappt hat. Dabei habe ich nicht groß an Spielelemente gedacht, die für jeden Helden eine Besonderheit darstellen, sondern habe mich lediglich auf die Nachteile der Helden konzentriert. So hatte jeder Held besondere Nachteile (die sich erfreulicherweise auch von den Nachteilen der Anderen unterscheiden) die die besondere Herausforderung für sie selbst darstellten.
Hier waren die Helden mit folgenden Problemen konfrontiert: Was mache ich, wenn ich Höhenangst habe und ich 20 Meter in die Tiefe klettern muss? Wie durchquere ich das dreckige Wasser, wenn ich doch unter krankhafter Reinlichkeit leide? Allein durch diese Nachteile ergeben sich wunderbare Spielsituationen, die das Abenteuer unheimlich aufwerten. “Das ist ja nichts neues”, werden jetzt einige (oder alle) sagen, aber diese Erkenntnis ist für mich Gold wert. Das Ganze funktioniert natürlich nur, wenn die Nachteile gut auf die Helden verteilt sind und nicht alle unter ihrer Eitelkeit leiden. Die Nachteile haben den Vorteil, dass man mit ihnen in kurzer Zeit (spontan) Konfliktsituationen und Herausforderungen für die Helden schaffen kann. Der Held steht mehr im Vordergrund der Handlung.
Fundstück: Spieltische von Geek Chic
Für Rollenspiel braucht man viel Platz auf dem Tisch, hier wollen Heldendokumente, Würfel, Spielleiterschirm, Karten, Miniaturen und Regelbücher bzw. Abenteuer platziert werden. Hinzu kommen Getränke und ggf. ein paar kleine Snacks. Da ist es relativ schwierig alle wichtigen Dinge gut zu platzieren. Phex sei es gedankt, dass es findige Personen gibt, die sich gedanken zur optimalen Rollenspiel-Erlebnis gemacht haben – das Ergebnis ist der Spieltisch “The Emissary” von Geek Chic.
The Emissary’s looks and versatility get its visa stamped to gain entry to dining rooms, living rooms, kitchens, and more. Equally versed in dining and gaming, it smoothly mediates the transition between the two.
This is our original multi-function, multi-purpose problem solver, and our most configurable table. You can fine-tune every feature of the Emissary. No compromises: you can have a table that is both beautiful and functional.
So bring your hobbies out of the garage and get your games out of your closet—laptops, art projects, sewing, puzzles, paperwork, card games, minis, and meals are all at home here. No matter what your need of the moment is, the Emissary serves an invitation to break bread and share in the things that truly define our lives.
Quelle: geekchichq.com
Der ist für den anspruchsvollen Rollenspieler eine Offenbarung, jedoch mit einem Preis von ca. 2350 bis 4000 $ zzgl. Versandkosten und Zoll nicht wirklich günstig. Wer noch höhere Ansprüche an die Spieletisch hegt, sollte ich auch einmal den Tisch “The Sultan” anschauen, welcher noch eine ordentliche Schippe drauflegt.
Im Blog von Moritz (Von der Seifenkiste herab) habe ich das sehr lustige Video von Penny Arcade auf der PAX 2011 entdeckt: die liebenswerten Nerd spielen zufällig an einem Emissary-Tisch:
Falls man diese Tische in Deutschland kaufen kann, würde ich mich über eine entsprechende Nachricht freuen. Oder hat gar Jemand von Euch einen solchen Tisch?
Ein Tipp für Spielleiter: spielen!
Ich lese ja gerne Spielleiter-Tipps, da ich als Spielleiter stets daran interessiert bin, dass die Spieler genau so viel Spaß am Rollenspiel haben wie ich selbst. So kann man an vielen Stellen hilfreiche Tipps lesen um das Leiten einer Spielrunde zu verbessern, die Spannung zu erhöhen, Spieler glücklich zu machen etc.
Einer der wichtigsten Tipps, welchen ich jeden Spielleiter auf den Weg mitgeben möchte, wird meiner Meinung nach viel zu selten erwähnt: Spielleiter sollten (gelegentlich) selbst spielen!
Das soll nicht bedeuten, dass man als Meister/Spielleiter seinen eigenen Charakter mitführen soll und Dialoge mit sich selbst führt. Ich bin der Meinung, dass man ab und zu die Rollenverteilung Meister/Spieler wechseln sollte, sodaß andere Spieler ebenfalls meistern sollten. Dieser Apell richtet sich natürlich nicht an Spielgruppen bei denen der Meister eh von Abenteuer zu Abenteuer wechselt, sondern an Gruppen bei denen meist eine Person vernehmlich meistert. Der Meister mag wohl alle Kniffe und Tipps befolgen und wird sicherlich immer erfahrender je länger er meistert. Ich bin aber der Meinung, dass solche Meister im Laufe der Zeit den Blick für das Wesentliche verlieren können – Sie verlieren häufig die Sicht eines Spieler auf das Abenteuer.
Nachdem ich einige Abenteur und Kampagnen durchgehend geleitet habe, bin ich selbst unzufriedener mit dem Spielleiten geworden, da ich meine Plot-Ziele nicht mit den Helden vereinbar waren und meine Erwartung zu hoch gesteckt waren. Um dieser Ernüchterung entgegen zu wirken, habe ich kurzerhand den “Meisterschirm” an einen anderen Spieler übergeben und wollte neue Abenteuer als Spieler erleben. Des Weiteren habe ich in der letzten Zeit an div. Con-Spielrunden teilgenommen – zum Einen des Spielens wegen, zum Anderen um zu beobachten wie anderen Spielleiter in bestimmten Situationen vorgehen.
Habt Ihr dann einige Zeit als Spieler verbracht, solltet Ihr reflektieren, was die anderen Spielleiter anders machen als Ihr selbst. Was hat Euch gefallen? Was haut Euch nicht so gut? Stellt fest, an welchen Stellen im Spiel es besonders kurzweilig, spannend, lustig oder gruselig war und ob Ihr solche Szenen ebenfalls so gestaltet hättet. Das gilt natürlich auch für das Gegenteil – gibt es Passagen bei denen Ihr Euch gelangweilt habt? Gestaltet Ihr solchen Szenen evtl. Ähnlich und findet sie als Spielleiter deutlich spannender?
Meine persönliche Reflexion hat ergeben, dass ich mit unseren Kämpfen mit den DSA4 Regeln in der bisherigen Form ziemlich unzufrieden bin. Als Spielleiter habe ich fast immer mehr auf diese Kämpfe verzichtet. Als ich dann aber selbst eine Kämpferklasse für meinen Helden gewählt habe, ist mir erst wieder bewusst geworden, dass Kämpfe zur DSA-Spiel auch dazugehören. Hier werde ich also mehr darauf achten, dass die Kämpfe nun schneller, taktischer und vielseitiger von mir gestaltet werden. Ich werde mehr auf den abwechselungsreichen Einsatz von Manövern (wie Finte, gezielter Stich, Hammerschlag) setzen und auch versuchen jeden Gegner einen gewissen Stil verleihen. Damit sollen sich alle Kämpfe von den bisherigen unterscheiden.
Habt Ihr selbst Euer Spielleiten reflektiert? Was sind Eure Erfahrungen?
Kleine Helden der Kindenheit im Rollenspieleinsatz
Auch wenn es beim Rollenspiel “Das Schwarze Auge” (im Gegensatz zu anderen Systemen wie z.B. Savage Worlds) nicht unbedingt zum Kern des Spiels gehört, Kämpfe mit Minitaturen nachzustellen, kann dies manchmal recht hilfreich sein, um taktische und strategische Elemente ins Spiel zu bringen. Wenn man sich bei der Simulation von Kämpfen nicht auf herkömmliche Pöppel oder andere Ersatzgegenstände wie Würfel etc. zurückgreifen möchte, greifen die meisten Rollenspieler zu entsprechenden Miniaturen. Einige Spieler begeben sich auf die Suche nach passenden Minis, was ein schwieriges Unterfangen sein kann.
Die DSA-Miniaturen werden schon seit geraumer Zeit nicht mehr (in Deutschland) hergestellt und in den Läden gibt es nur noch Restbestände. Auch muss man sagen, dass einige Figuren tatsächlich keine Meisterstücke waren. Da fällt mir spontan die ursprüngliche Hexe ein, die war echt keine Schönheit.
Eine sehr schöne Alternative besitzen die meisten von uns schon seit der frühen Kindheit – ich spreche hier von den “zeitlosen” Lego-Figuren. So habe ich mich ein wenig umgeschaut und schon eine gute Auswahl an Legofiguren gefunden, welche auf ihren Einsatz auf dem Schlachtfeld warten. So bin ich sehr stolz darauf, auch eine Hexe gefunden zu haben, obwohl ich eigentlich immer gedacht habe, dass meine Hexe nicht gerade grün im Gesicht ist – egal – legotypisch kann der Kopf natürlich ausgetauscht werden.
Was noch ein wenig schwierig ist, sind exotische Heldentypen, Ork oder Goblins zu finden. Frisch auf den Markt gekommen ist die Sammlerfigur eines Elfen. Die Figur ist aber nicht ganz einfach zu bekommen, da sie nur in einer Überraschungstüte (Serie 3) erhältlich ist. Man kann die Figuren teilweise durch ausgeprägte Austattungsgegenstände z.B. Hexenbesen durch die dicke Folientüte ertasten oder man geht einfach zu Ebay. Als weitere Ergänzung zu den Figuren wäre natürlich alles von Lego Kingdoms zu empfehlen. Wer noch weiter gehen möchte, sollte sich das Tabletop-Regelwerk Brikwars für Lego anschauen.
Mich würde interessieren, ob Ihr auch schon mal Lego-Figuren im Rollenspiel eingesetzt habt?! Freu mich auf Feedback.
Nach dem Heldentod – Frischfleisch für die Gruppe
Alrik schaute erschrocken seinen Körper herunter. Was er dort sah kam Ihn fremdartig vor. Unterhalb seiner Brust hingen die Reste seines Wappenrocks in bluttriefenden Fetzen herunter. Wo einst seine Beine waren war … nichts. Blut quoll aus seinem Mund und seine Schmerzensschreie gingen in Gurgeln unter. Er hörte einen leisen Flügelschlag. Wollte der Drache erneut zum Angriff übergehen oder hörte er die Schwingen von Golgari? Er war nicht mehr in der Lage diesen Gedanken zu Ende zu führen. Alrik war nicht mehr.
Wenn man lange Zeit in einer festen Heldengruppe im Rollenspiel unterwegs ist, kann es durchaus mal vorkommen, dass einer der Helden, aus welchem Grund auch immer, das Zeitliche segnet. Und nach ca. 2-3 Stunden hat der Spieler einen neuen Helden generiert und wartet darauf zur Gruppe dazuzustoßen. Wenn man es in Stufen ausdrücken möchte, wird also ein Stufe 1 Held zu den anderen Helden der Stufe 9-12 dazustoßen und damit beginnt das Problem. Das Gleichgewicht innerhalb der Gruppe bricht auseinander. Der junge Held dürfte hoffnungslos mit den Gegenern der Gruppe überfordert sein. Alternativ werden den hochstufigen Helden kleine Monster vor die Füsse geworfen. Es kann also leicht passieren, dass entweder der Spieler des neuen Charakters frustriert ist oder die anderen Helden gelangweilt sind.
Die Lösungsansätze und deren Probleme:
Ich versuche einmal die gängigen Möglichkeiten aufzuführen, die man bei “neuen” Helden in der Gruppe hat. weiterlesen… »





