Rezension: Riva Mortis von Mike Krzywik-Groß
Meine letzten Erinnerungen an Riva haben mit Käsetoast zu tun und es lag ein Schatten über der Hafenstadt im Norden Aventuriens. Seitdem habe ich leider nichts mehr aus dieser Stadt gehört – bis jetzt. Der Buchtitel von Mike Krzywil-Groß Erstlings verspricht eine Rückkehr nach Riva. Wie tödlich diese Stadt sein kann, soll das Buch Riva Mortis zeigen.
Klappentext:
Riva, die freie Stadt an den Ufern des Kvill. Die horasische Altertumsforscherin Ancalita Balliguri ist nicht sehr angetan davon, die Nachfolge des geistig verwirrten Magisters Scribani anzutreten.
Doch was hat den armen Magister in den Wahnsinn getrieben? Waren es die Geheimnisse des düsteren Riedemoors, in dem sich seit Phexens Sternenregen allerlei merkwürdige und sinistre Gestalten herumtreiben? Gemeinsam mit dem maraskanischen Zauberer Madajin folgt sie einer unheilvollen Spur, die ihr mehr abverlangt, als sie geben kann. Und auf einmal muss sie sich sogar den Dämonen der eigenen Vergangenheit stellen.
Rezension: DSA Satinavs Ketten
Eigentlich bin ich davon ausgegangen, dass ein DSA-Point-Click-Adventure schon viel früher auf dem Markt erscheint – sind doch die Pen-and-Paper-Soloabenteuer dem Adventure recht ähnlich. Nun ist die Wartezeit vorrüber und Satinavs Ketten ist erschienen. Satinavs Ketten ist ein klassisches Adventure, welches von Daedalic-Software stammt, die schon einige Erfahrungen in diesem Sektor mitbringen. Von Ihnen stammen bekannte Title wie z.B. Edna bricht aus oder Deponia.
Installation
Nach anfänglichen Problemen am Releasetag ließ sich das Spiel über Steam problemlos installieren. Auf der Festplatte nimmt das Spiel etwa 5 GB Platz ein. Nach der Installation geht es dann sofort los. Wählen kann man beim ersten Start, ob man mehr oder weniger Hilfe beim Spielen benötigt. Die Rätsel werden dadurch nicht schwerer oder leichter – lediglich die Tooltipps werden ein oder ausgeschaltet. Hier habe ich mich für die Tooltipps entschieden, da ich gerne wichtige Elemente in solchen Spielen übersehe und die Frustration schnell überhandnimmt.
Das Spiel
Man wird im wahrsten Sinne des Wortes direkt in die Handlung geworfen. Im Dreck liegend lernt man den Protagonisten Geron, einen Vogelfänger aus Andergast, kennen. Geron besitzt die magiedilettantische Fähigkeit kleinere Dinge durch seine Willenskraft zu zerbrechen. Der Einsatz dieser Fähigkeit ist schon zu Beginn des Abenteuers ein wichtiger Mechanismus des Spiel und wird bis zum Ende durchgängig eine Rolle spielen. Die weiteren Möglichkeiten zur Steuerung unseres Helden Gerons sind Standards aus dem Adventure-Genre: Gegenstände aufheben, ablegen, kombinieren und viele Dialoge mit anderen Charakteren. Zunächst gehen die Rätsel leicht von der Hand und werden im Laufe der Handlung schwerer, aber nicht zu schwer. Die Rätsel sind dabei auch für nicht Rollenspieler gut lösbar. Lediglich bei einer Aufgabe, hilft einen das Wissen um die zwölf Götter Aventuriens weiter – hier sind nicht DSAler wohl auf ein wenig externe Hilfe angewiesen.
Typisch für ein Adventure beschränkt sich die Geschichte auf wenige Handlungsorte, die sich über den Norden Aventuriens ganz gut verteilen. Die Reisen werden mit kleinen Video-Sequenzen überbrückt, die die Handlung weitertreiben. Die Sequenzen sind hier in schwarz/weiß bzw. sepia/weiß gehalten und sollen damit an die DSA-Abenteuer erinnern. Der gesamte Stil des Spiels passt meiner Meinung nach stimmig in das bisherige Bild von dem Rollenspiel. Die Szenenbilder und Figuren sind wunderbar gestaltet, da mag man über die fehlende Lippensynchronität und die marionettenartige Animation der Figuren hinwegsehen.
Sprache
Erfreulicherweise ist das gesamte Spiel vertont. Unser Held Geron wird vom bekannten Sprecher Sascha Draeger gesprochen, den die meisten wohl als Tim/Tarzan von der Hörspielserie TKKG kennen. Hat man sich davon gelöst, dass Geron nicht der beste Freund von Klößchen, Karl und natürlich Gabi ist, passt das eigentlich ganz gut. Auch die weiteren Sprecher haben mit persönlich ganz gut gefallen.
Nach etwa 12-14 Stunden ist man dann beim Finale angekommen, mit dem das Spiel, ohne zu viel verraten zu wollen, abrupt endet. Hier habe ich mir das Ende bzw. den Epilog etwas epischer vorgestellt. So kann man nur hoffen, dass die Geschichte in einem weiteren Adventure fortgeführt wird.
Fazit
Zusammenfassend ist DSA Satinavs Ketten ein sehr gutes Spiel. Die Story ist spannend und die Protagonisten sind glaubwürdig, könnten aber an einigen Stellen etwas weniger ernsthaft sein. Abgesehen von der fehlenden Lippensynchronität und der etwas holprigen Animation macht das Spiel auch handwerklichen einen guten Eindruck. Die Nutzung von Steam wurde von vielen Spielern im Vorfeld bemängelt, was mich aber nicht gestört hat. Das Adventure ist auch für NichtDSAler gute Adventurekost, für DSAler ist esnatürlich ein Muss, gerade wenn man nicht so viel Zeit für ein größeres Rollenspiel hat. Ich gebe insgesamt 4,5 von 5 möglichen Sternen und würde mich über weitere Adventure-Titel in Aventurien freuen, wenn sie so umgesetzt sind wie Satinavs Ketten.

Das Schwarze Auge – Satinavs Ketten
Genre: klassisches Point&Click Adventure
Handlungsorte: Andergast, Blutzinnen…
Entwickler: Daedalic Entertainment
Publisher: Daedalic/ Deep Silver
Plattform: PC (ab Windows XP, 2,5 GHz Single-Core CPU, 6 GB HDD, DirectX 9)
Spieldauer: ca 12-14 Stunden.
Preis: UVP 39,99 €
Rezension: Assassin´s Creed 2 – Sei ein tulamidischer Meuchelmörder
Es gab einmal einen tulamidischen Meuchelmörder names Tulak, welchen ich in ca. 2 Stunden mühevoll nach dem (damals neuen) DSA 4-Regelwerk erstellt habe. Er zeichnete sich dadurch aus, dass er unheimlich gut klettern konnte und in der Lage war, Waffen in beiden Händen zu führen. Der größte Nachteil dieses Helden war wohl die maßlose Selbstüberschätzung, was ihm auch schon bei seiner ersten richtigen Mission zum Verhängnis wurde. In einem offenen Kampf mit zwei “Elite”-Wachen in einem Heiligtum wurde ihm schnell der Garaus gemacht. Nun wird es Zeit einiges besser zu machen – auf der PS3 – mit dem Spiel Assassin´s Creed 2 – welches ich im Folgenden kurz rezensieren möchte.
Der 2. Teil von Assassin´s Creed setzt mit der Handlung da an, wo der erste Teil aufgehört hat: Der Gegenwarts-Protagonist Desmond flieht mit Hilfe von Lucy aus dem Abstergo-Gebäude und findet Unterschlupf bei den Assassinen. Hier schlüpft er mittels des Animus 2.0 in das Leben von Ezio Auditore da Firenze, der im 15. Jahrhunderts agiert. Zunächst läuft man mit dem Schwerenöter Ezio durch das wunderschöne Florenz in der Zeit der Renaissance und hangelt sich (noch in normaler Kleidung) von Schlägereien und Rendezvous zu Aufträgen der Familie. Ezios Vater ist ein Vertrauter von Lorenzo I. de’ Medici und erledigt für ihn diverse Geheimaufträge – hier erhält der Vater natürlich gerne Unterstützung von Ezio. Ein weiterer guter Bekannter der Familie ist niemand anderes als der junge Leonardo da Vinci.
Harte Meisterarbeit: Stein der Mada
Wir bzw. meine Helden haben den zweiten Teil der Simyala-Trilogie Stein der Mada durchgespielt und ich als “Meister” darf feststellen: harte Meisterarbeit.

Der Stein der Mada
Spoiler
Bevor ich aber ins Detail gehe, möchte ich die Leser darauf aufmerksam machen, dass der Inhalt des Abenteuers gespoilert wird. Wer also das Abenteuer als Spieler erleben möchte, sollte hier also nicht weiterlesen …
weiterlesen… »
Die DSA-Gemeinschaft spielt Drakensang
Zurück aus dem Urlaub habe ich natürlich trotz Jetlag sofort angefangen Drakensang zu spielen – da bleibt natürlich wenig Zeit zwischendurch zu bloggen. Nun habe ich aber die ersten Quests erfolgreich abgeschlossen und mache gerade Ferdok unsicher – Zeit für einen ersten Zwischenbericht.
In einem Satz: Drakensang ist sehr liebevoll gestaltet und macht bisher sehr viel Spaß.
Etwas ausführlicher:
Wie damals schon auf der RPC in Münster beginne ich das Spiel mit dem Gang zur Brücke nach Avestreu. Die Umgebung sieht wohl noch ein bisschen schöner aus als auf der Messe, was daran liegen mag, dass das Interface nun vollständig ist und keine Konsolenmeldungen das Gesamtbild beeinträchtigen. Ich nähere mich der Brücke und ein paar Blätter wehen im Wind. Dann werde ich von einem Gardisten begrüßt. Ja, er spricht diesmal auch. Nach den ersten Sätzen muss man dann aber leider weiterlesen. Wie auch alle anderen NPCs im Spiel spricht dieser Gardist nur ein paar Sätze. Sämtliche Figuren, mit denen ich bisher gesprochen habe, wurden von (meiner Meinung nach) sehr guten Sprechern synchronisiert und passen gut zu den Charakteren.
In Avestreu erhält man die ersten Quests, über die ich hier nicht zu viel berichten möchte. Die ersten Gegner sind, wie es wohl in den meisten Rollenspielen der Fall ist: Wölfe und Ratten (was sonst – aber immerhin besser als die Murlocks aus WoW
). Die Quests sind abwechslungsreich und haben mir bis dato Spaß gemacht. Frust ist bisher noch nicht aufgekommen, da man die wichtigsten Questziele auf der Minimap markiert vorfindet. Das ewige Suchen nach den Zielen entfällt also. Auch an Humor wurde in diesem Rollenspiel nicht gespart. Die Zwergen-Drillinge waren auf jeden Fall sehr komisch und ich würde mich freuen, wenn solche Elemente auch später im Spiel auftauchen.
Auf alveran.org gibt es Spekulationen zum ersten Patch, der noch in diesem Monat erscheinen soll. Ich konnte eigentlich noch keine größeren Bugs im Spiel feststellen. Zwar bleiben an einigen Stellen die Mitglieder der Party an einer Ecke oder in einer Sackgasse hängen und man muss wieder zurücklaufen und sie aufsammeln – das ist aber bisher auch schon alles.
Die Kämpfe finden in Echtzeit statt, jedoch werden sie zu Beginn automatisch und später nach Wunsch pausiert. In der Pause hat man dann die Möglichkeit die Waffe zu wechseln, eine spezielle Kampfhandlung (wie ein Wuchtschlag) durchzuführen oder einen Zauber zu wirken. Eine Liste von Aktionen kann im Pausenmodus leider nicht zusammengestellt werden, sodass man im Laufe eines Kampfes häufiger in den Pausenmodus wechseln darf. Insgesamt ähnelt das Kampfsystem dem von Baldurs Gate, prima!
Den Questlog möchte in an dieser Stelle besonders erwähnen. Hier werden alle Quests automatisch in der Art eines Tagebuches notiert, was ja noch nichts Besonderes ist. Was mir an dem Tagebuch besonders gut gefällt ist die Unterscheidung von offenen, abgeschlossenen und gescheiterten Quests. Des Weiteren sind ungelesene Quests besonders hervorgehoben, da kann man einfach nichts übersehen.
Nun habe ich für heute aber genug berichtet und werde mich jetzt wieder auf nach Ferdok machen. Natürlich werde ich später weiter über Drakensang berichten und verbleibe mit Aventurischen Grüßen
Jella



