Nach und nach gewinnt das Thema LEGO hier wohl die Oberhand, und solange das noch geht (und LEGO geht immer!) will ich weiter aus der Welt der LEGO-Spiele berichten.
Wie schon BrikWars die Tabletop-Welt mit LEGO kombiniert, so bringt BrickQuest ein waschechtes Dungeon-Crawling-Spiel, vergleichbar mit HeroQuest.

Watt is ´nen BrickQuest? – Da stelle mer uns ma ganz dumm und sagn BrickQuest is a groooßes schwarzes Loch….“ und das ist gar nicht so weit hergeholt! Wie bei den meisten rollenspielähnlichen Brettspielen, gibt es auch hier einen Brickmaster, der das Spiel leitet und eine Horde von Spielern, die versuchen den Gefahren des Verließes zu trotzen. Ob die Spieler dies nun kooperativ oder kompetativ machen, hängt vom gewählten Szenario ab.

Klassisch legt jeder Spieler seinen Charakter fest, indem er Rasse und Klasse auswählt. Also die Klassiker:

  • BrickQuest-Charakterbogen (Elf-Zauberer)

    Mensch

  • Elf
  • Zwerg

und

  • Krieger
  • Dieb
  • Magier
  • Priester

Jeder Kombination unterschiedet sich in der Anzahl der Angriffswürfel, Verteidigungswürfel, Initiative und diverser Spezialfähigkeiten, so kann der Magier halt zaubern, der Priester heilen und der Zwergendieb sogar Strengladungen legen. Das Kampfsystem ist dabei recht einfach gehalten. Der Angreifer würfelt bspw. mit 4W6 und der Verteidiger setzt seine Würfel dageben (z.b. 2W6). Die Differenz wird dann von den Lebenspunkten(10-14) des Held abgezogen.

Ebenfalls stehen jedem Spieler pro Runde zwei Aktionen zu, die er beliebig verteilt, bspw. Angriff, Bewegen, Gegenstand nehmen oder Tür öffen. Ansonsten darf gerne in gängigen Iso-Hack&Slay-Adventuren geklaut werden, selbstverständlich sind Lebens- und Manatränke Pflicht, wenn man gegen wirklich große Gegner bestehen möchte.

Ups, das kann teuer werden…

Einer der größten Nachteile oder sagen wir lieber das größte Hinderniss einer Partie BrickQuest ist aber wohl der Dungeon als solcher. Ein echter 3D-Dungeon verschlingt Unmengen an Steinen für Boden und Wände. Dieser kleine Basisdungeon würde direkt bei LEGO (via Lego Digital Designer) bestellt mit über 400€ zu Buche schlagen.

Modularer BrickQuest-Dungeon erstellt mit dem LEGO Digital Designer

 

Aber es geht natürlich auch etwas einfacher. Ersetzt man die Bodenplatten durch Papier und baut statt massiven Wänden nur „Umrandungen“ aus Steinen (Original oder Nachbauten von Best Lock / MegaBloks), dann sieht das auch schon ganz gut aus:

Einfacher, günstiger aber trotzdem gut spielbar – BrickQuest Bodenplatten aus Papier

 

Allen Einsteigern in die Welt der Minifigs empfehle ich übrigens die „günstigen“ Sammelserien von LEGO. Für 1,99€ bekommt man hier Gladiator, Zombie, Elf oder Mumie. Man muss nur wissen wie man Serie 2 und Serie 3 unterscheiden kann…

Links zum Thema „BrickQuest“