Kleines Brevier des ZauberersSo kurz vor der Spiel muss man ja sein Geld eigentlich zusammenhalten, damit man es vor Ort verprassen kann. Wenn man aber sich doch durchringt zum örtlichen Rollenspiel-Laden zu gehen, kann man hier schon jetzt einige Neuheiten bewundern und auch kaufen. Diesmal wurde mir das Kleine Brevier des Zauberers präsentiert, welches ich dann spontan gekauft habe. Brevier, ähh, was war das gleich noch mal?

Das Brevier (lat. brevis, „kurz“) enthält die Texte für die Feier des Stundengebets der römisch-katholischen Kirche. Die Bezeichnung leitet sich davon ab, dass die Texte im Brevier früher im Vergleich zu den Texten, die beim gemeinsamen Chorgebet gebetet wurden, kürzer waren. Daher benutzten früher nur diejenigen Kleriker ein Brevier, die nicht am gemeinsamen Chorgebet teilnehmen konnten. Heute unterscheiden sich die Texte im Brevier nicht mehr von denen des gemeinsamen Chorgebetes, weil letztere in ihrem Umfang verringert wurden. Daher werden heute die Begriffe Brevier und Stundenbuch meist synonym verwendet.

Quelle: Wikipedia.org

Moment, habe ich da ein “Gebetsbuch” wie das Vademecum gekauft? Nein, Phex sei´s gedankt, es handelt sich um ein kompaktes Notizbuch für den reisenden Zauberer, der wandernden Hexe oder anderen Magiebegabten, welche sich unterwegs ein paar Notizen machen möchte. Das Buch ist in einem stilvollen roten Kunstledereinband gebunden, welches von einem Pentagramm geschmückt wird. Die Blätter des Buchs sind liniert, haben ein DSA-typisches Artwork und sind ein wenig auf altes Pergamentpapier getrimmt.

Ich habe schon immer von einem stilechten DSA-Notizbuch gewünscht – lange ist es her, dass ich mir selbst ein Reisetagebuch für meinen Magier gebaut habe – und nun ist es meins. Zunächst bin ich über den Preis ein wenig gestolpert: Ein Notizheft für 12,50 finde ich schon etwas üppig, aber die Aufmachung kann darüber hinwegtrösten. Für kleine Rollenspielnotizen hat das Buch genau die richtige Größe, mit Dungeonkarten sollte man bei diesem Format nicht unbedingt anfangen. Der antike Look der Blätter wird ein wenig durch die Linierung und durch das sehr glatte Papier beeinträchtigt. So sieht “altes” Papier nicht wirklich aus. Das Papier hätte also ruhig ein wenig matter sein können.

Ein Muss für jeden DSA-Spieler stellt dieses Buch auf keinen Fall dar. Für Sammler und Spieler, die auf ein stimmungsvolles Ambiente stehen, ist dieses Brevier (und sicher auch das Äquivalent für die Geweihten), sofern der hohe Preis im Vergleich zu einem “normalen” A6 Notizbuch nicht abschreckt, sehr zu empfehlen.
P.S. Mir ist natürlich klar, dass dieses Buch nicht zur Spiel sondern zur RatCon erschienen ist – dennoch kann man es auf der Spiel durchaus als Neuheit bezeichnen.