Namenlose  Tage 12

Immer am letzten März- und Septemberwochenende finden in Syke (liegt in der Nähe von Bremen) die Namenlosen Tage statt. So war es am 30. März bis zum 01. April mal wieder so weit – die Namenlosen Tage 12 (NT12) fanden, erneut im Jungend- und Kulturzentrum Syke statt. Der Eintritt der Con beträgt tatsächlich nur einen Euro, was ein echter Spottpreis ist, die Eintrittskarte dient zeitgleich als Tombola-Los für die Verlosung am Samstag – da kann man wirklich nicht meckern. Die Lokation ist genau dass, was man sich unter einem Jungend- und Kulturzentrum vorstellt, ist aber stets sauber gehalten. Auf zwei Etagen kann hier in diversen Räumen und Tischen gespielt werden, des Weiteren gibt es auch noch ein extra Zelt hinter dem Gebäude, das ebenfalls genutzt werden kann.

Die Spielrunden werden am Schwarzen Brett im Eingangsbereich ausgehangen, einige Spielrunden wurden auch vorab auf der Webseite bekanntgegeben. Es gibt keine festen Slots für die Spielrunden, wie ich es z.B. auf der Sieben-Türme-Con in Rostock erlebt habe, dadurch gibt es keinen Stau bei der Rundenvergabe und des finden sich sehr spontan (nicht nur Rollenspiel) Spielrunden für zwischendurch.

Für Essen und Trinken wird ebenfalls von der Orga und den fleißigen Helfern gesorgt. So gibt es zu den Küchenzeiten Pizza zu einem Preis von 1.50-2.00 pro Pizza, was fast der Einkaufspreis entspricht. Auch die Preise für die Getränke sind entsprechend günstig. Es gibt u.a. eine Kaffeeflatrate und neuerdings auch eine Teeflatrate – prima!

Bei dem Namenlosen Tagen 12 wurden wieder nicht nur Rollenspielrunden angeboten. Es gab diverse Brettspiel, Kartenspiel und Tabletop-Spielrunden. Es gab u.a. wieder ein Munchkin- und ein Pokerturnier. Am Samstag fand das Warhammer-Fantasy- und am Sonntag das Warmachine/Hordes-Turnier statt. Bei den Rollenspielrunden wurden natürlich jede Menge DSA, Shadowrun und Cthulhu-Runden angeboten. Ich hatte das Gefühl, dass diesmal andere Systeme weniger gespielt worden sind. Aber ich bin der Meinung, dass ich auch Pathfinder und Savage Worlds am Schwarzen Brett entdeckt habe – aber nicht so viel wie bei den vorherigen Namenlosen Tagen.

Fazit: Die Namenlosen Tage haben mir mal wieder sehr gut gefallen. Die Orga hat mal wieder eine gelungene „kleine“ Con auf die Beine gestellt. Die Namenlosen Tage sind natürlich nicht mit der Nordcon o.ä. zu vergleichen, dass möchte man aber auch nicht tun. Für diese Con möchte man gerne das Attribut „gemütlich“ vergeben – hier kommt man an und fühlt sich sofort wie „zuhause“ – man hat das Gefühl, dass es hier familiär zur Sache geht.

Die Orga hat grundsätzlich einen sehr guten Job gemacht, bis auf eine Kleinigkeit: beim Warmachine/Hordes-Turnier sollten die Teilnehmer zur einstündigen Pause etwas zu Essen bekommen. Leider wurde der Grill erst zu Beginn der Pause angeworfen – als er dann endlich durchgeglüht war, war die Pause vorbei – das hätte man etwas besser timen können.

Ich freue mich schon auf die NT13, der Jubiläums-Con!