Als Urlaubslektüre ist gerade noch rechtzeitig der Titel „Kors Kodex“ von Christian Lange im Ulisses-Verlag erschienen und in meinem Koffer gelandet. Der Titel suggeriert ne schöne Söldner Geschichte und der Klappentext bestätigt dies:

Mit seinem Namen auf den Lippen stürzen sich die Jünger des blutigen Kriegsgottes Kor in die Schlacht, doch er gilt auch als Verfasser des Khunchomer Kodex, der von Alters her als Grundlage für Soldverhandlungen herangezogen wird. Die Großtat aber, die Ghorio in der Überlieferung seiner Kirche unsterblich machte, ist nichts im Vergleich zu dem, was im Exil auf ihn wartete. Vom besten Freund als Mörder angeklagt, verbannt die Kirche der Rondra den jungen Ghorio in den hohen Norden, wo er im Dienste der Theaterritter für seine Tat Buße tun muss. Immer weiter entfernt er sich von den Idealen seiner Göttin, und es dauert nicht lange, bis eine Stimme in seinem Kopf zu ihm spricht, die nach Blut und Kampf verlangt.

Die Handlung

ACHTUNG: Spoilerwarnung! Wir schreiben das Jahr 291 BF. Durch einen tragischen Zwischenfall wird der RONdrageweihte Ghorio aus seiner Heimatstadt Khunchom verbannt und wird für 12 Jahre ins Exil ins Bornland geschickt. Hier soll er unter den Theaterrittern dienen. Während seiner Zeit im Exil wird sein Glaube gegenüber Rondra immer wieder in Frage gestellt und eine Stimme im Inneren möchte ihn ebenfalls nicht wirklich in die „richtige“ Richtung leiten. Ghorio fragt sich immer häufiger was seine wahre Aufgabe auf Dere ist…

Die Bewertung

Das Buch lässt sich wirklich schnell durchschmöckern, die Länge der Kapitel erinnert gerade zu Beginn der Geschichte an einen Roman von Dan Brown. Dies motiviert mich persönlich besonders, da man sich immer wieder ermutigt, gleich noch ein weiteres Kapitel zu lesen – leider wirkt sich die Kürze der Kapitel auch auf die Charakterentwicklung aus. Die Motivationen des Protagonisten und gerade auch der Antagonisten lassen sich in einigen Fällen nur erahnen. Aufgelockert werden die Abschnitte durch kurze Zitate zu Ghorios Wirken auf Dere, welche man sicherlich gut für spätere Rollenspielrunden verwenden kann. Auch kleine Anspielungen auf irdische Belange kommen hier nicht zu kurz.

„Was? Nein!“,
„Doch!“,
„Ohhhhh!“

Die Geschichte endet dann tatsächlich so, wie man es vielleicht schon nach den ersten hundert Seiten erwartet. Das muss ja nicht immer das Schlechteste sein – aber ein wenig mehr Überraschungen hätten es dann schon sein können. Apropos überraschend – Ghorio wird überraschend oft ohnmächtig. Ohne gross mitgezählt zu haben, waren es bestimmt sechs K.Os. und ein Vollrausch mit Blackout. Da kann man es ihm schon nachsehen, dass Ghorio nach 12 Jahren nach Khunchom zurückkehrt und es immer noch 300 BF ist.

Insgesamt gebe ich dem Buch 3 von 5 Würfeln. Als Urlaubslektüre hat mich das Buch in dieser Woche gut unterhalten. Es ist sicher nicht der ganz grosse DSA-Roman und hat somit wohl die gleiche Bedeutung wie Kor im Vergleich zu den 12 Göttern Aventuriens.

Kors Kodex Bewertung von Olaf:
3.0Bewertung von Kors Kodex: 3.0
Cover: Kors Kodex

© Ulisses

Kors Kodex (DSA-Roman 152)
Autor: Christian Lange
Handlungsorte: Khunchom, Bornland
Heldentypen: Rondrageweihte, Söldner
Verlag: Ulisses
ISBN: 978-3-86-8893-00-7
Seiten: ca. 340
Preis: 11,95 € UVP