Es ist wieder Reisezeit, es ist wieder Zeit für 7 Wonders Duel, diesmal nicht in Griechenland sondern in Spanien mit der Erweiterung Pantheon.
Vor ca. 1,5 Jahren haben wir an dieser Stelle die Zweispieler-Variante vom Kennerspiel des Jahres 2011 7 Wonders ausführlich getestet und rezensiert. Nun ist im Oktober 2016 die Erweiterung Pantheon erschienen und jetzt endlich konnten wir es spielen.

Begeben wir uns als wieder zurück in die Antike, in der Weltwunder errichtet worden sind, um einem Gott oder besser gesagt dem gesamten Pantheon zu gefallen und deren Gunst zu erhalten. Pantheon oder auch Vielgötterei beschreibt also die religiöse Verehrung einer Vielzahl von Göttern, welche mit der gleichnamigen Erweiterung nun Einzug in das Spiel nimmt. Spieltechnisch bedeutet dies, dass man Opfergaben in Form von Geld abgeben kann um die Gunst eines Gottes erlangen.

Mythologie-Plättchen bei Pantheon

Mythologie-Plättchen bei Pantheon

Sowohl die Spielmechanismen, als auch die Spielplan-Erweiterung fügen sich nahtlos in das Spiel ein. In der ersten Phase werden Mythologieplättchen auf den verdeckten Karten platziert, wer eine entsprechende blinde Karte aufdeckt erhält das Mythologieplättchen und wählt aus zwei Karten des entsprechenden Götterstapels eine Karte aus und legt sie zunächst verdeckt auf eines der Pantheonfelder.

Die Götter nehmen auf die verschiedenen Bereiche von 7 Wonders Duel Einfluss. Die Farben der Götterkarten geben auch schon einen Hinweis darauf, auf welchen Teil des Spiels sie Einfluss nehmen können. Götter aus der römischen Mythologie sind unter den roten Karten versteckt und nehmen Einfluss auf das Militär. Mesopotamische Mythologie-Karten sind grün und wirken im Bereich Fortschritt bzw. Forschung usw.

Diese Götterkarten im Pantheon werden in der zweiten Phase dann aufdeckt und können über Opfergaben erworben werden. Ab der zweiten Phase hat der Spieler also eine zusätzliche mögliche Handlung nämlich die Gunst des gewünschten Gottes zu erwerben. Jeder Gott hat dabei eine besondere Fähigkeit, welches auf das Spiel zum Teil starken Einfluß hat, jedoch keine neue Siegesmöglichkeit. So erhält der Spieler z.B. die Möglichkeit ein nicht errichtetes Weltwunder vom Mitspieler zu stehlen um es selbst zu errichten. Es gilt jedoch weiterhin, dass insgesamt nicht mehr als 7 Weltwunder errichtet werden dürfen, also ist ein Verhältnis von 5:2 möglich.

In der dritten Phase werden durch die Erweiterung die Gildenkarten gegen Tempelkarten ersetzt, welche für zusätzliche Siegpunkte sorgen.

Bewertung und Fazit

7 Wonders Duel ist ohne Frage ein sehr gutes Brettspiel für zwei Spieler. Pantheon erweitert das Spiel so gut, wie es auch schon die beiden Erweiterungen Leader und Cities beim großen Bruder getan haben. Das Design ist erneut tadellos, was sowohl für die Illustrationen als auch den Karton nebst Inlay gilt. Ein kleines Manko gibt es jedoch bei der Anleitung, so ist das Götterwirken nicht immer ganz eindeutig in den Regeln erklärt, was zu Fehlinterpretationen führen kann.

Zusammengefasst schafft die Erweiterung spannende Handlungsmöglichkeiten, ohne das grundsätzliche Spielprinzip zu verändern. Das sorgt für mehr Abwechslung im Spiel ohne dabei das Balancing  außer Acht zu lassen. Damit ist Pantheon für mich unverzichtbar für künftige Spielrunden 7 Wonders Duel geworden. Jeder der sich 7 Wonders Duel anschafft sollte also ebenfalls zu Erweiterung greifen. Ich vergebe insgesamt 4,5 von 5 Würfel.

7 Wonders: Duel - Pantheon Bewertung von Olaf:
4.5Bewertung von 7 Wonders: Duel - Pantheon: 4.5

Fakten

7 Wonders: Duel – Pantheon
Autoren: Antoine Bauza und Bruno Cathala
Herausgeber: Repos Production / Asmodee
Spieler: 2 Spieler (ab 10 Jahren)
Spieldauer: ca. 30-50 Min. (kommt wirklich gut hin, die Angabe auf der Verpackung)
Preis: ca. 22€ (zzgl. Versand)
Bei Amazon kaufen: 7 Wonders: Duel Pantheon